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Nach zwei Jahren Pause wird Traditionsveranstaltung „TMG stellt sich vor“ wieder aufgelegt

 

Die neue Zumbatanzgruppe in Aktion.

Foto: Christian Kunze

Oschatz. Zwei Jahre lang war es still um die Traditionsveranstaltung „Thomas-Mann-Gymnasium stellt sich vor“. Bei der Wiederauflage des kulturellen Talente-Abends in der Schule wurde jetzt deutlich: In dieser Zeit hat sich einiges getan – was, das zeigten 110 Gymnasiasten.

Schon im Foyer staunten die Besucher über die zahlreich ausgestellten Ergebnisse des Kunstunterrichts und anderer kreativer Projekte. Die Resultate der „Nacht der Künste“ im vergangenen Jahr in der Pfarrscheune im benachbarten Liebschützberger Ortsteil Borna fanden dort ebenso Beachtung wie die unlängst abgeschlossene Initiative „Sounds an Colours“ des Fördervereins am Thomas-Mann- Gymnasium (wir berichteten).

In der mit rund 150 Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllten Aula erlebte das Publikum einen beeindruckenden Querschnitt der Ganztagsangebote und des übrigen Könnens der Schüler und ihrer Pädagogen. Für die richtigen Töne waren an diesem Abend gleich mehrere Akteure zuständig. So waren der Kinder- und der Jugendchor unter der Leitung von Katja Scholz und Marc Hartwiger mit sieben Liedern zu erleben. Die beiden Pädagogen griffen zwischendurch selbst zu Instrumenten, Scholz am Flügel und Hartwiger als Teil des Streichquartetts.

Neben Flöte und Klarinette erklangen dann auch noch Gitarren – gespielt von den Mitgliedern der neu gegründeten Schülerband „Broken Broom“. Fünf Zehntklässler, unterstützt vom Fremdsprachenassistenten Dimitri aus Russland, hatten ihren ersten Auftritt bei einer Firmenfeier des Musikhauses Korn – vor 250 Zuhörern! Das war das Gastspiel in der Aula schon fast ein Klacks. Ach ja: Die Jungs sind stetig auf der Suche nach neuen Auftrittsmöglichkeiten in der Region.

Ebenfalls ganz frisch ans Werk gegangen ist die neu gegründete Theatergruppe. Die Arbeitsgemeinschaft Darstellendes Spiel feilt derzeit an ihrem ersten Stück, das zum Schuljahresende auf die Bühne kommen soll. Da die Gruppe jedoch am Freitagabend, ebenso wie der Chor, krankheitsbedingt schwach besetzt war, galt es zu improvisieren. Das war jedoch kein Beinbruch, denn so holten die Akteure ihre Probenatmosphäre hinter den Kulissen hervor zum Publikum.

Wenn es etwas gibt, das mehr Mut erfordert, als in einem Stück in Rollen zu schlüpfen, dann das: eigene Texte öffentlich vortragen. Dieses Wagnis gingen Gloria Pfister und Marie-Luise Arnold ein. Ihre lyrischen Skizzen, entstanden ebenfalls in der Nacht der Künste, kehren das innere Leben der Urheberinnen nach außen – mit wenigen Worten geben sie somit viel von sich preis. Beeindruckend ist, dass auch individuelle Talente an solch einem Abend Platz haben.

Ganz viel Platz auf der Bühne benötigte im Anschluss an die Lesung die Zumba-Tanzgruppe. Auch an diese sportlich-tänzerische Darbietung war vor drei Jahren noch nicht zu denken. Bunt und schwungvoll leiteten die Akteure zum Finale über.

Der gemeinsame Chor deutscher und französischer Stimmen, bestehend aus Schülern des Thomas-Mann-Gymnasiums und der Oschatzer Partnerstadt Venissieux, markierte, gespickt mit Impressionen des Schüleraustauschs, den Höhepunkt des Abends. Na dann, auf ein Neues im kommenden Jahr!

Der Kinder- und der Jugendchor musiziert hier unter Leitung von Marc Hartwiger. Mehr Bilder des Abends auf www.lvz-online.de/Oschatz, Foto: Christian Kunze