Thomas-Mann-Gymnasium
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Wissen, was Integration bedeutet

Das Thema der Integration wird zurzeit sowohl in den Medien als auch in der Politik heftig diskutiert. Auch an Schulen spielt es natürlich eine große Rolle, da Jugendliche aus anderen Ländern zum Beispiel auch schon an unser Gymnasium kamen, um hier zu lernen. Passend dazu fand am 30. November der Europatag zu diesem Thema statt. Dazu waren alle Schülerinnen und Schüler der Oberstufe eingeladen.

Im Vorfeld durften sie sich in Listen eintragen, welchen der angebotenen Workshops sie besuchen wollen. Für diese wurden extra Referenten eingeladen, die jeweils über ein anderes Thema sprachen.

In der Runde der Bundeswehr, die vom Jugendoffizier Jens Heldner geleitet wurde, ging es um die Sicherheitspolitik und inwiefern auch dort Neuankömmlinge aus anderen Ländern angesprochen oder ausgebildet werden können. „Er hat uns viel aus seiner Sicht erzählt, beispielsweise hat er eigene Erfahrungen bei der Bundeswehr mit einbezogen uns sehr viel nahegebracht. Und zudem haben wir auch zusätzlich Materialien bekommen“, sagte Nadine Leutner. Insgesamt habe sie sehr viel Neues erfahren.

In dem Workshop ,,Die Macht des Glaubens" von Albrecht Engelmann ging es darum, welche Rolle die Religion sowohl für die Flüchtlinge als auch für die Deutschen spielt und was die evangelische Kirche zur Integration beiträgt. Eine andere Arbeitsgruppe thematisierte Rassismus, wie er entsteht, was man dagegen tun kann und wie man in Situationen helfen kann, in denen jemand diskriminiert wird. Laut Antonia Britt, die in dieser Gruppe war, war diese sehr informativ und ,,ich wusste zwar schon einiges, aber die Informationen waren kreativ verpackt und man hat gemerkt, dass sich jeder Beteiligte Mühe gegeben hat. Insgesamt  gab es  einen sehr guten Austausch mit den anderen."

Der Workshop von Anja Kohlbach aus dem E-Werk  und Konstanze Kaupert erklärte, wie direkt vor Ort hier in Oschatz die Flüchtlinge leben und wie man ihnen hilft, sich zu integrieren. Nico Friedel fand es sehr interessant.  „Es hat sehr gut verdeutlicht, was Integration an sich bedeutet und dass auch mehr dazu gehört als die Menschen vor Ort, sondern dass wir selbst auch dazu beitragen können. Es hat mir aber auch wieder gezeigt, dass Integration nicht ganz einfach ist.“

Zudem gab es noch die Gruppe von Frau Dr. Schalm, in dem es auch einmal zur praktischen Umsetzung im Projekt kam. Dort kochten die Schüler der elften Klasse gemeinsam mit Jugendlichen aus Afrika. In der Pause  konnten sich dann alle Teilnehmer eine Kostprobe schmecken lassen und die Essgewohnheiten aus einem anderen Land kennen lernen.

Nach der Beendigung der Workshops folgte dann noch  eine Podiumsdiskussion zwischen dem Oberbürgermeister Andreas Kretschmar, Bernd Merbitz von der Polizeidirektion Leipzig, Sabine Kirst von der Landeszentrale für politische Bildung, dem Jugendoffizier Jens Heldner, Sven Keyselt vom Landratsamt und Albrecht Engelmann von der Landeskirche. Diese wurde ebenfalls durch eine Gruppe von Schülern in Zusammenarbeit mit der freien Journalistin Christine Keilholz vorbereitet. 

Das Ganze wurde  durch ein Klavierstück, gespielt von Carolin Zosel, und durch ein selbstgeschriebenes Gedicht von Antonia Britt eingeleitet. Die Moderation oblag den Schülern Sebastian Herbst und Sophie Kinder. Sie stellten den Teilnehmern erst einmal die Frage, wie lange sich die einzelnen Anwesenden schon mit dem Thema der Integration beschäftigen.  Es wurde auch darüber diskutiert, inwiefern die deutsche Gesellschaft auf die Flüchtlinge reagiert und vor allem wie sie integriert werden sollen. Letztendlich fasste man aber am Ende kein direktes Statement, es blieb ein Meinungsaustausch.

Zum Abschluss konnten noch ein paar Fragen gestellt werden und es wurde durch ein Gedicht abgerundet, welches  Laura Schulze rezitierte. Nach einigen abschließenden Worten unserer Schulleiterin Frau Müller und dem herzlichen Dankeschön an die Organisatorin Frau Krause, wurde zu einer Feedback-Runde aufgerufen.

Die komplette Zeit war auch eine Mediengruppe unterwegs,  welche Videomitschnitte machte, um am Ende dann ein Youtube-Video zu erstellen, das bald dort zu sehen sein wird. Diese wurde durch Lars Hoschkara und Jens Zitzmann betreut. Aber auch auf anderen sozialen Plattformen wie Facebook oder Instagram wurden Bilder hochgeladen, die Impressionen von diesem Tag zeigen. Und so haben auch Schüler von unserem Gymnasium selbst sich intensiver mit dem Thema Integration auseinandersetzen können und wissen, warum es vielleicht auch so schwierig ist, bei diesem Kompromisse zu finden und es so wichtig ist zu diskutieren.

                                                                                                                                                             Josefin Möbius